Glas, Plastik oder doch lieber Bioplastik?

Der Fall war für mich ganz klar: Glas soll es sein!

Glas ist das umweltfreundlichste, sieht schön aus, hat einen guten Ruf und ist beliebt. So habe ich zu Beginn von shea yeah Glastiegel in allen Formen, Farben und Grössen bestellt, begutachtet und getestet. 

Doch ich hatte keine Ruhe in mir, war unsicher und nicht 100% zufrieden da Glas u.a. so schwer ist. Die Recherchen nach der geeigneten Verpackung zog sich in die Länge. Schliesslich trat ich mit WWF und anderen Umweltorganisationen in Kontakt.

“Guten Tag, die Suche nach dem umweltfreundlichsten Döschen für meine Kosmetikprodukte stellt sich als ziemlich schwierig heraus. Können Sie mir eine Empfehlung abgeben, welches der folgenden Materialien für die Umwelt am wenigsten schädlich ist. PET, PP, Aluminium, Recycletes Aluminium, Weissblech oder Glas.”

Zwei Antworten, eine kurze und eine ausführliche, erreichten mich (im Oktober 2016). Hier die Kurze:

“Freut mich sehr, dass Sie aktiv daran arbeiten, unseren Konsum umweltschonender zu gestalten. Wählen Sie die Verpackung, welche sich mit dem Produkt am besten verträgt, bzw. die längste Haltbarkeit und die wenigsten Verluste bei der Nutzung des Produkts erlaubt (Grösse und Verschluss den Bedürfnissen der Konsumenten entsprechend).

Falls die oben genannten Punkte für alle Varianten zutreffen würde ich wie folgt (analog Resultaten aus Studie für Getränkeverpackungen des BAFU) priorisieren:

1. Kunststoffe wie PET, PE, PP oder PLA
2. Recyceltes Alu
3. Alu
4. Weissblech
5. Glas”

So ging das Testen nach der besten Dose weiter. Diesmal nach dem Kriterium nach dem Bedürfnis der Kunden. Meine Wahl fiel somit auf PET Dosen mit Aludeckel.

Zwei Jahre später…

…in Zusammenhang mit dem Relaunch von shea yeah nahm ich das Thema erneut auf. Diesmal in Zusammenarbeit mit Martina Wirsch, einer Umweltingenieurin der ETH. Sie hat ausführliche Abklärungen an verschiedenen Stellen gemacht und mir die wichtigsten Facts meiner Wahl und was sie mit sich bringt zusammengefasst. Auch über die Empfehlungen bin ich sehr dankbar. Es gibt noch einiges zu tun! Doch für ein kleines Unternehmen wie shea yeah sind nicht von Anfang an alle Optimierungen möglich. Doch ich bleibe dran, ich versprechs! Denn das Thema bewegt mich und ich möchte shea yeah so nachhaltig wie möglich gestalten.
Meine Traumdose ist in Entwicklung, da bin ich seit mehreren Jahren in engem Kontakt mit dem Unternehmen, doch sie sind noch nicht so weit – ich freue mich auf den Tag!

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