Wasser in Deiner Kosmetik – was es bedeutet

Es ist ein immer vermehrt diskutiertes Thema und das zurecht: Wasser. Bereits 1986 sagte der spätere UNO Generalsekretär Boutros-Ghali  «Die Kriege des 21. Jahrhunderts werden nicht um Öl, sondern um Wasser geführt». 

Was auf anderen Erdteilen zum raren und umkämpften Gut geworden ist, wird in unseren Breitengraden täglich und rege gebraucht: wir trinken es, duschen, waschen oder kochen damit. Weniger ersichtlich ist allerdings der versteckte Wasserverbrauch: in der Produktion unserer Lebensmittel, Kleider oder Kosmetika. 

Kein Wunder gewinnt diese Thematik auch vermehrt in der Beauty-Branche an Wichtigkeit. Sogenannt wasserfreie Kosmetik erlangt in letzter Zeit immer mehr Aufmerksamkeit. Auch wenn nach wie vor in vielen Kosmetikprodukten Wasser der Hauptbestandteil ist (erkennbar wenn «Aqua» an erster Stelle der Zutatenliste steht, diese sind nämlich immer dem Mengenverhältnis nach aufgelistet) ist dennoch der Dialog sehr wichtig und regt uns zum Nachdenken an.

Gerne möchte ich mit Dir unsere Gedanken und Philosophie dazu teilen. Let’s go!

3 Gründe wieso wir auf Wasser verzichten

Erstens sind so unsere Formulierungen viel reiner und potenter da sie weder Emulgatoren, Konservierer noch Füllerstoffe (u.a. auch Wasser) enthalten. 

Zweitens sind sie hochkonzentriert und somit in der Anwendung sehr ergiebig. Dies hat den Vorteil, dass der ganze Nutzungszyklus des Produktes bedeutend länger ist was wiederum Ressourcen schont. 

Der dritte Grund liegt darin, dass Du bei der Anwendung der Produkte den Anteil an Feuchtigkeit und Fett individuell an die Bedürfnisse Deiner Haut anpassen kannst.

Ökologischer Wasserfussabdruck

Wie gesagt haben wasserfreie Formulierungen den Vorteil, dass sie in der Anwendung sehr ausgiebig sind und ihr Nutzungszyklus somit länger ist. Das längere Zyklen gut für die Umwelt sind, bleibt wohl unumstritten.

Doch auch wasserfreie Kosmetik hat einen ökologischen Wasserfussabdruck. Beginnen tut dieser beim Anbau, der Ernte und Verarbeitung der Rohstoffe. Gerade dort ist der Wasserverbrauch im Vergleich zu Transport, Verpackung und Co. am massivsten. Experten schätzen, dass 70% des weltweite verbrauchten Wassers von der Landwirtschaft genutzt wird. Deswegen ist es sehr wichtig den Ursprung der Rohstoffe genau zu kennen und sich aufgrund dessen für oder gegen eine Verwendung in der Formulierung entscheiden. Dies gehört meiner Meinung nach, auch wenn es mit viel Aufwand verbunden ist, zur Aufgabe und Verantwortung von Kosmetik Brands.

Lass mich Dir ein konkretes Beispiel zeigen:

Unser Hauptrohstoff ist Sheabutter. Sheabutter wird aus den Kernen des Sheabaumes gewonnen. Dieser Baum wächst in der trockenen Sahelzone, in unserem Fall im Norden Ghanas. Da die Bäume wild wachsen, sind sie den natürlichen Begebenheiten angepasst und kommen mit sehr wenig Wasser aus. Die Verarbeitung zur Pflanzenbutter erfolgt nach traditioneller Art, meist zur Regenzeit. Dabei wird Wasser gebraucht, doch sehr schonend da alles in manueller Handarbeit erfolgt und sich die Frauen in den Kooperativen der Wasserknappheit sehr bewusst sind. Ausserdem hat unser Partner ein System entwickelt um die Nebenprodukte zu Brennstoff zu recyceln. Dieser wiederum wird dann anstelle von Holz für die Produktion verwendet. So entsteht ein schöner Nutzungkreislauf. Doch dieser gilt es regelmässig zu überprüfen.

Wirft man einen Blick auf die gesamte Ökobilanz eines Produktes, so zeichnet sich ab dass ca. 90% der Umweltbelastung in der Produktion von Rohstoffen anfällt und die Verpackung etwa 1% ausmacht. Da wo über Verpackung diskutiert wird, wünschen wir uns schon lange eine verstärkte Auseinandersetzung mit der Rohstoffbeschaffung.  (Quelle WWF)

Wie Du siehst, eröffnet sich eine ganz grosse Welt zu diesem Thema.  

Mein Fazit 

Wir sollen Wasser ehren, und zwar bewusst. So verwende ich es gerne wenn es als Lösungsmittel für hydrophile Inhaltsstoffe eingesetzt wird. Gewisse Bestandteile aus Pflanzen können nur mit Wasser gelöst werden. Weiter habe ich eine Schwäche für andere Wasserformen –  für Pflanzenwasser. Ansonsten benutze ich nur pure Fette und Öle für meine Hautpflege. Doch auch da brauche ich Wasser (Zürcher Leitungswasser) da es wichtig ist, dass sie auf feuchte Haut aufgetragen werden. Denn die Haut braucht einen Mix aus Öl und Feuchtigkeit. Das Öl schliesst dann die Feuchtigkeit schön ein. Also in meinem Falle schliesst der Universal Beauty Balm FAITH das Wasser aus meinem Wasserhahn ein. Und meiner Haut geht’s so prima!

Erfahre mehr zu wasserfreier Kosmetik in dem Artikel von Beauty Independent Deutschland wo wir ebenfalls zum Thema Auskunft geben.

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